Padola mit dem Rennrad
- steinwandtermanuel
- vor 6 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen
🚵♂️ Distanz: 80 km
⏱️ Fahrzeit:|ca. 3 Std.
⬆️ Höhenmeter: ca. 1079 m
⛰️ Höchster Punkt: ca. 1.644 m
🟢 Schwierigkeit: mittel - anspruchsvoll
Kurz gesagt: Von Heinfels rollst du erst gemütlich Richtung Sillian und Innichen, dann wird’s in Sexten ernst. Die Steigung zieht langsam an, die Beine melden sich, die Berge schauen zu, und am Ende wartet Padola mit italienischem Flair.

Die Strecke auf einen Blick
Die Route ist für Rennrad und Gravelbike gut machbar. Mit dem Gravelbike bist du entspannter, falls du zwischendurch Radwege oder kleine Nebenstraßen nimmst. Mit dem Rennrad geht’s genauso, nur Schlaglöcher sind halt weiterhin keine Wellnessanwendung.

Start in Heinfels und locker nach Sillian
Los geht’s in Heinfels, auf rund 1.080 m Seehöhe. Der Start ist angenehm, weil du nicht sofort in eine Wand fährst. Du rollst Richtung Sillian, meistens flach. Perfekt zum Warmwerden, Jacke richten, Trinkflasche sortieren und so tun, als wäre man heute richtig vernünftig gestartet.
In Sillian kannst du noch einmal kurz checken, ob alles passt. Danach geht’s Richtung Grenze nach Italien. Die Strecke folgt grob dem Pustertal, mit der Drau als Orientierung. Bis hierher ist das eher Einrollen als Angriff.
Über die Grenze nach Innichen
Nach Sillian kommst du Richtung Arnbach / Winnebach und damit über die österreichisch-italienische Grenze. Danach rollst du weiter nach Innichen / San Candido.
Dieser Teil ist angenehm, aber nicht komplett geschenkt. Es gibt kleine Wellen, ein paar Ortsdurchfahrten und je nach gewählter Linie Radweg oder Straße. Der Radweg kann entspannter sein, ist aber stellenweise stärker gemischt genutzt.
Innichen ist der Punkt, an dem die Tour ihren Charakter wechselt. Bis hier war’s eher „schönes Radfahren Dolomiten mit Foto-Modus“. Ab hier sagt die Strecke: So, jetzt reden wir über Höhenmeter.

Von Innichen bis Sexten wird’s ernst
In Innichen biegst du Richtung Sexten ab. Jetzt beginnt der längere Anstieg. Keine extreme Rampe, kein Drama, aber stetig. Genau diese Sorte Anstieg, die am Anfang freundlich wirkt und nach 20 Minuten fragt: „Na, noch immer so locker?“
Die Straße zieht durch Sexten hinauf. Du fährst vorbei an Wiesen, Häusern, Waldstücken und bekommst immer mehr Dolomitengefühl. Bei guter Sicht ist das richtig fein. Bei Gegenwind fühlt es sich an, als hätte jemand unsichtbar einen Fallschirm ans Trikot geknotet. Gravelbiker können den Schotterradweg nehmen.

Der höchste Punkt und die Fahrt Richtung Padola
Nach Moos geht’s weiter Richtung Kreuzbergpass beziehungsweise zur höchsten Stelle deines Tracks. Dieser liegt bei etwa 1.644 m. Hier ist der anstrengendste Teil praktisch geschafft. Die letzten Höhenmeter fühlen sich je nach Tagesform entweder sportlich oder frech an.
Oben lohnt sich ein kurzer Blick zurück. Nicht zu lange, sonst merkt der Körper, dass Pause eigentlich eine super Idee wäre.

Dann folgt die Abfahrt Richtung Padola. Die ist der Lohn für die Arbeit. Kurven, Wald, offene Abschnitte, italienische Straßenschilder, alles dabei. Bitte nicht komplett im Tour-de-France-Film abtauchen. Die Straße kann Verkehr haben, und in Kurven liegt gern mal Schotter. Besonders nach Regen oder im Frühjahr ist Vorsicht besser als Heldengeschichte.
Einschätzung für Rennrad und Gravelbike
Für eine Rennrad Padola Tour ist diese Strecke kurz, aber würzig. 80 km klingen harmlos, die 1078 Hm sorgen aber dafür, dass du am Ziel weißt, was du gemacht hast.
Gut geeignet, wenn du:
eine kurze Alpenetappe mit echtem Anstieg suchst
nicht den ganzen Tag am Rad sitzen willst
eine Verbindung von Osttirol nach Südtirol beziehungsweise ins Comelico fahren möchtest
gern kompakte Touren mit schöner Aussicht fährst
Mit dem Gravelbike hast du mehr Spielraum bei Radwegen und Nebenstraßen. Mit dem Rennrad würde ich möglichst sauber planen und auf gutem Asphalt bleiben. Für cycling und Radfahren Dolomiten ist die Route ein feiner kleiner Happen, nicht zu lang, aber mit genug Biss.

Tipps für die Tour
Nimm genug Wasser mit, fahr den Anstieg nicht zu hart an, und heb dir für die Abfahrt ein bisschen Konzentration auf. Die Beine dürfen brennen, aber die Kurven sollen bitte nicht überraschen.
Genug Wasser und Energie: zwei volle Flaschen, etwas zum Essen
Wettercheck: leichte Windweste
Technische Reserven: rotes Rücklicht Pflicht auf der Straße
Kurzes Fazit
Heinfels nach Padola ist eine kompakte, schöne und sportliche Strecke. Erst locker durchs Pustertal, dann konsequent hinauf durch Sexten, weiter rauf zum Kreuzberg, danach verdient hinunter nach Padola. Die Tour ist ideal, wenn du eine richtige Bergfahrt willst, ohne gleich den ganzen Tag zu verplanen.





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