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Mountainbike Porzehütte: Dolomiten Bike Obertilliach

steinwandtermanuel
14. Sept.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Okt.

🚵‍♂️ Distanz: ca 50 km

⏱️ Fahrzeit: ca. 1 1/2 h

⬆️ Höhenmeter: 1.450 Hm

⛰️ Höchster Punkt: 2.010 m bei der Porzehütte

🟢 Schwierigkeit: mittel




Porzehütte
Porzehütte

Diese Runde ist kein kleines Feierabend-Schupferl, sondern eine richtig schöne Mountainbike-Tour mit allem, was dazugehört: ruhige Auffahrten, Dolomitenblick, Klapfsee-Idylle, Hüttenfeeling auf 2.010 m und am Ende noch genug Asphalt, damit die Beine wissen, dass sie heute brav gearbeitet haben.


Die Route führt von Heinfels über Hollbruck nach Obertilliach, weiter am Klapfsee vorbei hinauf zur Porzehütte. Zurück rollst du wieder Richtung Klapfsee, nimmst den Grenzwaldwanderweg nach Kartitsch, fährst über die Straße nach Tassenbach und kommst schließlich zurück nach Heinfels.


Von Heinfels hinauf nach Hollbruck


Heinfels
Heinfels

Startpunkt ist Heinfels. Von hier geht’s gleich mal bergauf, und zwar nicht ganz zaghaft. Die Auffahrt nach Hollbruck bringt dich rasch aus dem Tal heraus. Praktisch, weil du damit früh Höhe machst. Unpraktisch, weil die Waden schon nach wenigen Minuten fragen, ob das wirklich dein Ernst ist.


Die Strecke ist hier nicht gut fahrbar und stetig ansteigend. Mit dem E-Bike ist das gut machbar, wenn du das Bike gut im Griff hast. Mit dem Mountainbike aus eigener Kraft eher Kategorie „ruhig bleiben und nicht am Anfang den Helden spielen“. Oben bei Hollbruck wird’s dafür richtig schön. Der Blick Richtung Osttiroler Berge macht den Puls gleich ein kleines Stück sympathischer.



Über Obertilliach zum Klapfsee


Von Hollbruck geht es weiter Richtung Kartitsch und Obertilliach. Dieser Abschnitt ist einer der angenehmeren Teile der Runde obwohl er über die Straße führt. Du bewegst dich durch eine typische Osttiroler Mischung aus Bergdorf, Wiesen, Wald und Aussicht. Kein Drama, kein Schnickschnack, einfach schön.


Obertilliach ist ein guter Punkt, um kurz durchzuatmen, Flasche zu checken und dich vielleicht innerlich schon auf den Klapfsee zu freuen. Dieser ist nämlich einer der schönsten Punkte auf der Route.





Der See liegt herrlich eingebettet in die Bergwelt. Hier lohnt sich eine Pause, auch wenn du eigentlich „nur kurz schauen“ wolltest. Spoiler: Aus kurz wird gern länger. Der Klapfsee hat diese fiese Eigenschaft, dass er völlig unschuldig daliegt und dich trotzdem vom Weiterfahren abhält.


Für Fans von Dolomiten Bike, Klapfsee und ruhigen Bergmomenten ist dieser Abschnitt sicher einer der Höhepunkte der Tour.


Vom Klapfsee zur Porzehütte


Weg zur Porzehütte
Weg zur Porzehütte

Ab dem Klapfsee geht es weiter hinauf zur Porzehütte. Jetzt wird’s ernst, aber auf die gute Art. Die Auffahrt zieht sich ordentlich und sammelt die restlichen Höhenmeter ein. Bis zur Hütte auf 2.010 m arbeitest du dich Stück für Stück nach oben.


Die Strecke ist für Mountainbike und E-Bike gut geeignet, verlangt aber trotzdem Kondition, Konzentration und ein bisschen Geduld. Gerade auf den steileren Passagen hilft es, nicht zu hektisch zu treten. Lieber gleichmäßig fahren, sonst fühlt sich der Akku, egal ob im Rad oder im Körper, irgendwann beleidigt.




Blick zur Porzehütte
Blick zur Porzehütte

Oben bei der Porzehütte wartet der höchste Punkt der Runde. Und ja, der Blick ist die Mühe wert. Hier oben ist der perfekte Platz für eine längere Pause. Essen, trinken, schauen, grinsen. Genau dafür fährt man eine Mountainbike zur Porzehütte Tour.









Zurück zum Klapfsee weiter zum Mühlboden und über den Grenzwaldwanderweg nach Kartitsch



Weg von der Porzehütte zurück ins Tal
Weg von der Porzehütte zurück ins Tal

Von der Porzehütte fährst du wieder zurück Richtung Klapfsee. Die Abfahrt ist fein, aber bitte nicht im Raketenmodus. Auf solchen Wegen können Wandernde, Tiere oder lose Steine auftauchen. Und lose Steine haben bekanntlich ein Talent dafür, genau dort zu liegen, wo man sie nicht braucht.










Grenzwaldwanderweg
Grenzwaldwanderweg

Beim Klapfsee gehts weiter runter zum Mühlboden. Dort zweigst du dann auf den Grenzwaldwanderweg Richtung Kartitsch ab. Dieser Teil bringt Abwechslung in die Runde. Wald, Ruhe, etwas Trail-Gefühl, aber ohne dass es gleich zur Zirkusnummer wird. Trotzdem gilt: nur dort fahren, wo Radfahren erlaubt ist, und Rücksicht nehmen. Der Berg gehört nicht nur uns Radfahrenden, auch wenn wir manchmal so schwitzen, als hätten wir ihn gekauft.


Der Weg nach Kartitsch ist landschaftlich stark und fahrerisch angenehm, je nach Zustand kann er aber Aufmerksamkeit verlangen. Nach Regen können einzelne Stellen rutschig oder weicher sein. Dann ist weniger Tempo angesagt.




Von Kartitsch über Tassenbach zurück nach Heinfels


Ab Kartitsch geht es über die Straße weiter nach Tassenbach. Das ist nicht der wildeste Abschnitt der Runde, aber er hat seinen Zweck: Du kommst zügig zurück Richtung Tal und kannst die Beine etwas lockerer drehen lassen. Vorsicht bei starkem Verkehr!


Von Tassenbach geht es schließlich zurück nach Heinfels. Der letzte Teil ist gut zum Ausrollen, auch wenn sich nach 50 km und 1.450 Höhenmetern jede kleine Gegensteigung plötzlich anfühlt wie ein persönlicher Angriff.


Blick nach Obertilliach
Blick nach Obertilliach


Kurzfazit zur Runde


Diese Tour ist eine wunderschöne, aber fordernde Runde für Mountainbike und E-Bike. Die Highlights sind klar:


  • der Klapfsee als Pause mit Postkartenfaktor

  • die Porzehütte auf 2.010 m

  • der Grenzwaldwanderweg nach Kartitsch



Tipps Für die Tour


Plane genug Zeit ein, nimm ausreichend zu trinken mit und starte nicht zu spät. Die Runde ist lang genug, dass man sie genießen sollte, statt sie nur abzuhaken. Wer sauber einteilt, bekommt eine richtig starke Osttirol-Tour mit See, Hütte, Wald und ordentlich Höhenmetern. Also eigentlich alles, was ein Bike-Tag braucht, außer vielleicht eine Fernbedienung für die steilen Stellen.


"Radparkplatz" Porzehütte
"Radparkplatz" Porzehütte

  • Früh starten: gerade im Sommer ist viel Verkehr auf der Straße. Je früher desto besser. Auch wegen der Hitze.

  • Akku einteilen: nicht alles schon am Start verschießen.

  • Reifendruck passend wählen: zu hart ist auf Schotter ruppig, zu weich kostet Kraft. Irgendwo dazwischen.

  • Genug trinken: zwei volle Trinkflaschen mitnehmen. In Kartitsch oder Obertilliach beim Dorfbrunnen auffüllen.

  • Rücksicht nehmen: auf der Strecke sind auch viele Wanderer, Hunde sowie Kühe unterwegs. Langsamer fahren und freundlich grüßen



Blick in die Berge neben der Porzehütte
Blick in die Berge neben der Porzehütte

 
 
 

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