Mit dem Rennrad von Sillian zur Oberstaller Alm: charmant steil 😉
🚵♂️ Distanz: 19 km
⏱️ Fahrzeit: ca. 1,5 - 2 Stunden
⬆️ Höhenmeter: 760 m
⛰️ Höchster Punkt: 1.883 m
🟢 Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll

Kurz gesagt: Diese Runde ist kein lockeres „Ich roll mal schnell zur Alm“. Sie ist eher ein höfliches Osttiroler „Grüß Gott“, gefolgt von 760 Höhenmetern, die sich langsam, aber sehr überzeugend vorstellen.

Die Strecke im Überblick
Start ist beim Sunny Sport Radverleih und Shop an der Talstation Thurntaler in Sillian. Von dort geht es hinein Richtung Villgratental. Die Beine dürfen sich einreden, dass heute alles entspannt wird. Spoiler: Wird es nicht!
Die Route geht Richtung Außervillgraten und weiter nach Innervillgraten. Ab dort wird es zunehmend ruhiger und schöner. Die Straße zieht sich hinein ins Villgratental, vorbei an Höfen, Wiesen, Holzstadeln und dieser speziellen Osttiroler Ruhe.
Für Radfahren Osttirol ist diese Strecke ein kleines Schmankerl: nicht extrem lang, aber mit genug Höhenmetern, um oben nicht nur die Aussicht, sondern auch die eigene Trinkflasche emotional wertzuschätzen.

Innervillgraten Richtung Unterstaller Alm
Ab Innervillgraten wird die Tour endgültig almverdächtig. Die Straße zieht weiter ins Tal hinein, die Steigung bleibt präsent, stellenweise auch kernig. Nicht brutal, aber bestimmt.
Die letzten Kilometer Richtung Unterstaller Alm sind landschaftlich der Höhepunkt. Vorbei am Freiluftmuseum, an Almwiesen, dem Bergbach, alten Holzhütten umgeben von frischer Luft.
Oben bei der Unterstaller Alm hast du rund 1.686 m Höhe erreicht. Das ist der Moment, in dem die Oberschenkel leise applaudieren. Oder knirschen. Je nach Übersetzung.


Charakter der Tour
Die Tour ist kurz genug, um nicht nach epischem Alpenabenteuer zu klingen, aber lang und steil genug, um ernst genommen zu werden. Das Profil ist klar: erst hineinrollen, dann kontinuierlich steigen, dann Almfinale.

First Step: Unterstaller Alm
Die Unterstaller Alm ist der verdiente Lohn. Die Landschaft wirkt fast zu schön, um dort mit Puls 170 hineinzustolpern. Also kurz ausrollen, tief durchatmen und so tun, als wäre alles geplant gewesen.
Der Blick ist großartig. Holz, Stein, Wiesen, Berge, kein übertriebener Kitsch, nur echte Almstimmung.

Der letzte Anstieg hat´s in sich, auf zur Oberstaller Alm
Der letzte Kilometer ist nicht weit, aber der hat´s in sich! Ab der Unterstaller Alm gehts stetig bergauf, und das mit Biss. Jetzt heißt es Zähne zusammenbeißen und in die Pedale treten. Durchhalten lohnt sich auf alle Fälle.


Die Abfahrt
Zurück geht es auf derselben Strecke. Die Abfahrt ist schön, aber sie verlangt Aufmerksamkeit, hinter Kurven kann alles kommen: Auto, Rad, Kuh, philosophische Ziege.
Bremsen kontrollieren, Kurven sauber fahren, nicht blind schneiden. Wer rauf gelitten hat, soll runter bitte nicht übermütig werden. Die Alm verzeiht vieles, Asphalt eher weniger.
Tipps für die Tour
Trinkflasche auffüllen: In Innervillgraten bietet sich der Kirchbrunnen nochmal gut dafür an. Richtung Unterstaller Alm sind genügend Quellen, um nochmals Wasser zu tanken. In der Unterstaller Alm befindet sich nochmal ein Trinkbrunnen.
Pace dich selbst: Lieber gleichmäßig fahren, als am Anfang alles geben.
Kleidung: Wetter kann schnell umschlagen, also pack eine Regenjacke ein

Fazit
Von Heinfels zur Oberstaller Alm sind es 19 km mit 760 Hm bis rund 1.883 m Höhe. Eine kompakte, wunderschöne Rennradtour ins Villgratental, die nicht lange redet, sondern einfach knackig steigt.
Sie ist ruhig, landschaftlich ein Highlight, fordernd und oben richtig belohnend. Kurz gesagt: charmant steil, beinahe almenreif, und genau die Art Tour, bei der man nachher sagt: „War super.“
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